Jörg Baesecke
Geld oder Liebe - sieben wichtige Geschichten
Ein ganzes Menschenleben, dargestellt im Handumdrehen und nur mit Hilfe einer leuchtendroten Schnur. Eine magische Jenseits-Reise, entfaltet aus einem zauberhaften Bühnen-Bilder-Buch. Gesichter und Gestalten, die im Erzählen aus einem schlichten Blatt Papier entstehen und sich immer weiter verwandeln .... das ist Jörg Baeseckes Kunst.
Figurentheater, Bildertheater, Erzähltheater? Jedes seiner kleinen Stücke eröffnet einen Mikrokosmos für sich, jede Geschichte geht über die aktuellen Ein-Tages-Themen hinaus und verbindet dabei Humor, Poesie und Lebensklugheit. Muss sich im Leben alles rechnen? Der Programmtitel lässt vielleicht an irgendwelche Räuberpistolen denken. Tatsächlich aber sprechen die Geschichten einige existenzielle Dinge an. Die Durchökonomisierung der Gesellschaft etwa oder die Frage, wie sich Gesellschaft überhaupt bildet und was sie zersetzt. Was ein Menschenleben ausmacht und wie ein Mensch über seine körperliche Existenz, über das Grab hinaus wirken kann. Die Geschichten rühren in einer Weise daran, die den Hörer anregt und nicht erschlägt. Und sie deuten nicht zuletzt auch Lösungen an.
Pressestimmen
Jörg Baeseckes Stilmittel und wichtigstes Handwerkszeug ist das Papier. Er faltet es, kreiert die unglaublichsten Figuren daraus, stanzt mit dem Locher darin herum, zerknüllt es und zerrei゚t es zu kleinen Fetzen. In seiner "Bühnenshow" kommt sich der Zuschauer manchmal vor wie zu Zeiten der "Laterna Magica", als die einzigen "special effects" noch das Spiel mit einfachen Figuren oder das von Licht und Schatten waren. Das erstaunlichste ist: Diese Erzählweise ist unglaublich spannend. Andächtig verfolgte das Publikum die einfachen, aber wirkungsvollen Verwandlungen des Papiers, mit dem Baesecke seine Geschichten untermalte.
- Süddeutsche Zeitung -